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Das blaue Schild mit der Aufschrift „Vlatava“ leuchtet in der gleißenden Sonne dieses ungewöhnlich schwülen Frühlingstages. Während wir über die schmale Brücke und dann flussaufwärts das Moldau-Tal entlang fahren, lasse ich meine Blicke über die Wasseroberfläche wandern, wundere mich über abschnittsweise Wannenrand-artiges Ufergelände, sehe runde Steinbrocken groß im Flussbett liegen, als hätte sie ein Riesenkind beim Spielen achtlos ausgestreut und dort vergessen. Vertrocknetes Moos und kalkige Ränder geben Aufschluss darüber, wie tief der aktuelle Wasserstand ist, der an vielen Stellen auch ein Durchwandern der Moldau erlauben würde.