An dieser Stelle muss ich kurz ausholen und erklären.
Rabe also: Er ist weder klein, noch grün, geschweige denn verrunzelt, mein ganz persönlicher StarBikes-Yoda. Kommunikation mit ihm ist eine Herausforderung, denn er redet oft in verdrehten Sätzen mit mir (weil er nicht immer sagt, was er wirklich meint und nicht zulässt, dass er wirklich fühlt – manchmal aus Höflichkeit, meist aus Angst vor'm Echo). Auch sein Humor, also das, was er dafür hält, ist verdreht. Aus meiner Perspektive der völligen Objektivität schaut das so aus, dass er nur glaubt, „lustig“ zu sein, vor allem dann, wenn er es ganz sicher nicht ist. Ich bin in tiefschwarzem Sarkasmus daheim, er hingegen wohnt Tür an Tür mit witzelnder Schadenfreude. Ich schätze ihn als guten Bekannten, eventuell sogar mit Potential zur Freundschaft; für ihn allerdings bin ich wohl eher eine Art Edel-Sozialfall. Kurz: Die Kompatibilität unserer beider Welten ist gering, trotzdem schätze ich ihn als meinen weisen Rat(d)geber – und das nicht nur, weil er sich halt wirklich sehr gut auskennt. Yoda-esk teilt er Rad-Weisheiten ohne spöttische Herablassung, egal wie stressig er unterwegs ist. Entweder es heißt „das ist jetzt nicht so einfach, das dauert länger, ich meld mich später!“ oder seine Profi-Infos schallen unmittelbar im Stakkato ans Ohr, während er ohne Punkt und Beistrich meist euphorisch-missionarisch ins Telefon krächzt. Rabe eben. In meiner Welt unter Naturschutz.